Nachlese

Der große Jahresrückblick auf das Jubiläumsjahr 2021

2021 – ein für uns so besonderes Jahr – begann im Januar mit der konkreten Planung einer Terminverschiebung. Das Land befand sich zu dem Zeitpunkt in einem Total-Lockdown und es war klar, dass wir die ursprünglich geplante Aufführung im September nicht schaffen werden.

Im Februar, nach unzähligen internen Absprachen und Abstimmungen, wurde es dann amtlich: Die Aufführungen finden erst im März 2022 statt. Jetzt musste ein Weg gefunden werden, wie wir die Friedrichstädter über diese Veränderungen informieren können.

Im März wurde ein Flyer erstellt und eine Verteilung an alle Friedrichstädter Haushalte organisiert. Um den Spannungsbogen zum Musicalprojekt sichtbar zu halten, wurde auf der Homepage eine neue Rubrik eigeführt. Unter www.musical-2021.de/mitverfolgen gibt es seit April jeden Monat ein Interview mit spannenden Einblicken hinter unsere Musicalkulissen. In den ersten Monaten wurden diese Interviews auch noch in der Woche abgedruckt, was den Leserkreis mit Sicherheit erweitert hat. 

Im Mai haben wir an unserem Werbefilm gearbeitet, mit dem wir alle Interessierten auf die Möglichkeit zum Mitmachen hinweisen konnten. Im Juni und im August haben wir das erste Mal die Musik des Musicals öffentlich präsentiert. Auf zwei Infoveranstaltungen hat ein Kreis an Interessierten einen ersten Einblick ins Friedrichstadtmusical bekommen und wir haben das erste Mal physisch gespürt, wie auf unser Musical reagiert wird. Wir waren natürlich wahnsinnig nervös. Was, wenn euch „unser Werk“ nicht gefällt. Umso erleichterter waren wir, als wir eure Begeisterung, eure Rührung und eure Anerkennung so sichtbar spüren konnten. Ein sehr schönes Feedback nach der zweiten Vorstellung im August haben wir immer noch im Ohr. Ein Zuhörer sagte stellvertretend für seine anwesende Zuhörergruppe: „Wir sind alle Schock-Verliebt.“

Neben diesen großen öffentlichen Events hat das Nähteam sich das erste Mal zusammengefunden und schafft seitdem unglaublich beeindruckende Kostüme. Es ist wirklich faszinierend, welche Talente in und um Friedrichstadt schlummern. Ohne Übertreibung können wir jetzt schon ankündigen: Die Kostüme des Friedrichstadtmusicals können es ohne Einschränkungen mit internationaler Kostümkonkurrenz aufnehmen .

Im Juli haben wir in den konkreten Projektstart vorbereitet. Noten, einzelne Stimmen, Verträge, Konzepte und vieles mehr musste erdacht, konzipiert und erarbeitet werden. Im August hat sich das Orchester zusammengefunden und wir haben auf dem Casting unsere Solisten gefunden. im September haben sich die Chöre formiert. Und seitdem ist die Musik des Friedrichstadtmusicals live gespielt und gesungen hörbar. Momente, auf die wir lange hingearbeitet und ersehnt haben. Die frisch gecasteten Tänzer – die Puzzleteile – sorgen seit September dafür, dass unsere Geschichte des Friedrichstadtmusical auch in Bewegung erzählt wird. Der Tanz der Puzzleteile („Wir sind die Puzzleteile“ aus der Ouvertüre) wurde auch am Jubiläumswochenende auf dem Marktplatz getanzt. Dieses Jubiläumswochenende lieferte uns dann auch den „Gänsehaut-Moment“ des Jahres. Beim Singen des „Brückenbauerliedes“ bei Fackel- und Kerzenschein auf dem Marktplatz mit so vielen Friedrichstädtern durften wir alle spüren, wie schön Gemeinschaft sein kann.

Im Oktober konnten wir sehen, welche Überraschungen uns unsere Requisiten bieten. Wichtige Requisitenteile sind fertig geworden, zudem wurden notwendige Entscheidungen getroffen, um weiterabreiten und fristgerecht fertig werden zu können. Besonders beim Requisitenbau müssen wir erkennen, wie weit Theorie und Praxis auseinander liegen können. Da haben wir auf einem Arbeitstreffen eine einfach klingende Idee, die sich theoretisch so leicht umsetzen lässt und die Praxis zeigt uns dann, dass dies eben nur theoretisch so leicht ist. Viele unserer scheinbar so leichten Ideen entwickelten sich zu kniffeligen Herausforderungen. Natürlich stemmt unser hervorragendes Requisitenteam diese Herausforderungen, allerdings mit echt viel Fleiß und Schweiß.

Nicht nur für die Requisiten wird hinter den Kulissen gearbeitet. Auch unser Musical-Buch wird intensiv geplant, vorbereitet und organisiert. Inzwischen wurden die ersten Interviews für das Buch geführt und unzählige Fotos von Proben, Treffen und Aktionen geschossen.

Im November hatten wir dann endlich unsere erste Schnupperprobe mit dem Orchester, den Solisten und allen Chorsängern. Unser Mädchenchor ist dafür extra von Fünen angereist und zum ersten Mal wurde sichtbar, wie viele wir sind. Ein besonderer Moment war für viele der 200 Anwesenden, als das Orchester die ersten Töne von „Hoffnung“ angestimmt hat. Da gab es durchaus feuchte Augen und wir können jetzt schon erahnen, dass wir mit unserem Musical hoffentlich die Adresse finden werden, die uns von Beginn der Planung wichtig war: Die Herzen der Menschen in und um Friedrichstadt.

Diese Probe war für uns aber auch aus planerischer Perspektive wichtig, denn sie ermöglichte einen weiteren wichtigen Schritt der konkreten Bühnenplanung inklusive der Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben und Abstimmung mit allen behördlichen Stellen.

Das Jahr endet mit im Dezember mit dem Kartenverkauf der Eintrittskarten. Am 11. Dezember haben so viele Menschen vor der Synagoge in einer langen Schlange gestanden, um die heiß ersehnten guten Plätze für unsere Vorstellungen zu bekommen. Dieser Tag war ebenfalls geprägt von Freude und Freundlichkeit und lässt uns zu folgendem Fazit kommen: Das Friedrichstadtmusical ist eine Insel der Freundlichkeit und Freude in einem Meer aus gesellschaftlich immer größerer werdenden Brüchigkeit.

Das Brückenbauer-Lied zum Hören und Selbstsingen

Making Of des Brückenbauer-Liedes

So haben wir für das Musical geworben:

Pressestimmen rund ums Musical